Was ist RAT

Taktgefühl

Die Vitalität
eines jeden Menschen
wird von vielen Faktoren beeinflusst.
Das Atmen ist dabei ein ganz wesentliches Element.
Im Grunde ist Atmen ein natürlicher Prozess,
der in einem bestimmten Rhythmus,
einem ursprünglichenTakt verläuft.

In einer kurzatmigen Zeit ist diese Fähigkeit jedoch oft gestört. Besonders wenn die Physis oder auch die Psyche beeinträchtigt ist, steht diese Atem-Rhythmus-Störung der Gesundung entgegen.

Wer macht beim Atmen schon mal Pause?

An dieser Stelle setzt die Reflektorische Atemtherapie an. Durch die aktive Stimulierung konkreter Körper – Rezeptoren wirkt die/der Therapeut/in auf den Atem – Rhythmus des Patienten ein.
Erreicht wird die Optimierung der Atmungsvorgänge und damit konsequenterweise eine Verbesserung der Beweglichkeit des Körpers.

Das Ergebnis: eine spürbare Erleichterung für den gesamten Organismus und ein gesteigertes Wohlbefinden. Außerdem wird der Körper in seiner Eigenregulation unterstützt.

Einstimmung in den Rhythmus

Es handelt sich bei diesem Physiotherapeutischen Konzept
nicht um eine „Trend – Methode“. Von dem Internisten und naturheilkundlichen Arzt Dr. med. Ludwig Schmitt wurden die Grundlagen für diesen Ansatz in den 50er Jahren entwickelt. Die Physiotherapeutin Liselotte Brüne, eine seiner Mitarbeiterinnen, erarbeitete seit den 60er Jahren aus dieser Heilmethodik eine eigene Technik, die Reflektorische Atemtherapie.
Sie wird von bisher erst wenigen speziell ausgebildeten TherapeutInnen erfolgreich praktiziert.

DIE VORTEILE SIND KLAR ERSICHTLICH:

  • Der Patient wird nicht punktuell behandelt, sondern ganzheitlich therapiert.
  • Die Reflektorische Atemtherapie aktiviert Vorgänge in seinem Körper, die dann wiederum den Bewegungsapparat bis hin zur Funktion der Inneren Organe positiv beeinflussen.
  • Zum anderen kann der Patient auch durch eigene Übungen diese Therapie unterstützen.
  • PhysiotherapeutInnen wiederum können ihr Therapie – Spektrum um einen weiteren Baustein erweitern, mit dem sie Patienten individuelle Behandlungsmöglichkeiten für die jeweilige Symptomatik anbieten können.

Ein ganzheitlicher Ansatz, in dem verschiedene Kräfte aktiv und passiv zusammenwirken können.

Der richtige Einsatz

Die Reflektorische Atemtherapie bietet therapeutische Hilfe bei verschiedenen Beschwerden im physischen und psychischen Bereich. Unter Einbeziehung der natürlichen Atemfunktionen des Menschen können Patienten in folgenden Bereichen sinnvoll behandelt werden:

  • Störungen des Atmungssystems
  • Störungen des Bewegungsapparates
  • Störungen der Inneren Organe
  • Neurologische Erkrankungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Intensivmedizin

Eingesetzt werden dabei Manuelle Techniken, Wärmeapplikationen bzw. Kompressen und Atemgymnastik. Sowohl die Kenntnis über die konkreten Bereiche, bei denen sich eine Anwendung der Reflektorischen Atemtherapie anbietet, als auch die Methode und die Techniken im einzelnen werden in Kursen von erfahrenen RAT – TherapeutInnen vermittelt.

Eine dynamische Entwicklung

Für die Durchsetzung und Etablierung dieses physiotherapeutischen Konzepts wurde im Jahr 2000 der Verein für Reflektorische Atemtherapie e.V. gegründet. Der Verein bietet bundesweit die fundierte Ausbildung zur Therapeutin/zum Therapeuten für Reflektorische Atemtherapie an ( siehe „Kurstermine“ ).

Für den zertifizierten Abschluss ist die Teilnahme an drei aufeinander aufbauenden Kursen erforderlich: Im Grundkurs wird die theoretische Basis gelegt und werden die Grundtechniken erlernt.
Der Aufbaukurs beschäftigt sich konkret mit den Vorgängen der Atmung und zeigt die Einsatzmöglichkeiten bei spezifischen Krankheitsbildern.
Im abschließenden Therapiekurs wird der freie Umgang mit den Techniken für den Einsatz in den verschiedenen Bereichen geübt.

Zur Beschäftigung mit der Thematik eignet sich folgende Literatur:

Brüne, Liselotte: Reflektorische Atemtherapie; Neuausgabe von Bettina Bickel
Pflaum Verlag, München, ISBN 978-3-7905-0978-6

Schmitt, Johannes Ludwig: Die Atemheilkunst;
Reichhardt Verlag (Neuausgabe)